Rechtliches zur Qualifikationsphase

Verbindliche Fächer

In den zwei Jahren der Qualifikationsphase sind verbindlich mindestens 10 Fächer, davon wiederum mindestens 7 durchgehend bis zum Abitur zu belegen:

  • jeweils 4 Halbjahreskurse in
    • Deutsch (D),
    • verbindlicher Fremdsprache (FS, belegt seit der Sekundarstufe I),
    • Geschichte (G),
    • Religion (R-ev, R-ka) oder Ethik (Eth),
    • Mathematik (M),
    • einem Fach der drei Naturwissenschaften
    • Sport (Spo),
  • jeweils mindestens 2 Halbjahreskurse (i.d.R. bis zum Ende der Qualifikationsphase I (= Jahrgangsstufe 12: Q1/2)) in

Diese Belegverpflichtungen ergeben zusammen eine Mindestanzahl von 34 (von 36) benoteten Kursen.

Darüber hinaus ist es möglich, jedes weitere Fach zu belegen, wenn es die Organisation der Schule zulässt.

Daher müssen in der Jahrgangsstufe 12 – abhängig von der Wahl der Leistungsfächer – mindestens 31 bis 35 Wochenstunden belegt werden. In der Jahrgangsstufe 13 kann dann die Belegverpflichtung reduziert werden.
Allerdings sollte nach der verbindlichen KMK-Vereinbarung zur Oberstufe während der Qualifikationsphase i.d.R. insgesamt 66 Wochenstunden Unterricht belegt werden – d.h. i.d.R. 33 Wochenstunden pro Schuljahr. Zudem sind für die Abiturzulassung insgesamt mind. 36 benotete Kurse (inkl. LKs) erforderlich. Daher kann nach der Qualifikationsphase I die Fächerbelegung nicht in dem Maße reduziert werden, wie es nach der Verordnung möglich wäre.

Leistungskurswahl

Die/Der Schüler/in wählt gegen Ende der Einführungsphase zwei Leistungsfächer (LF).

Dabei gelten folgende Bedingungen:

  • Eines davon muss Mathematik oder eine Naturwissenschaft oder eine Fremdsprache sein (unten fett dargestellt)
  • Sie/Er kann nur ein Fach als Leistungsfach wählen, in dem sie/er in Stufe 11 durchgehend Unterricht hatte und
  • mindestens 05 Notenpunkte erreichte.
  • Als Fremdsprache kann nur eine Sprache gewählt werden, die spätestens seit dem 7. Schuljahr fortgeführt wird.

An der Gesamtschule Gießen-Ost werden derzeit folgende Leistungsfächer verlässlich eingerichtet und unterrichtet:

  • Aufgabenfeld I (künstlerisch-sprachlich):

  • Aufgabenfeld II (gesellschaftswissenschaftlich):

    • Politik und Wirtschaft,
    • Geschichte,
    • Erdkunde
  • Aufgabenfeld III (mathematisch-naturwissenschaftlich):

  • Sport

Weitere Leistungsfächer sind möglich, wenn sich jeweils mehr als zwölf Schüler/innen dafür interessieren:

Folgenden Fächern sind in Hessen dagegen zur Zeit nicht möglich:

    • Ethik bzw. Philosophie
    • Darstellendes Spiel

Grundkurse

In den verbindlichen Fächern, aus denen kein Leistungsfach gewählt wurde, muss die/der Schüler/in Grundkurse besuchen (vgl. Aufstellung oben). Hierbei ist zu beachten, dass Religion verbindliches Unterrichtsfach ist. Religion muss besucht werden, wenn die/der Schüler/in sich nicht vorher schriftlich abmeldet. Meldet sie/er sich ab, dann gilt:

  • sie/er muss in der Regel dafür Ethik belegen,
  • sie/er kann Religion nicht mehr als Prüfungsfach wählen.

Da die Zahl der verbindlichen Fächer sehr hoch ist, ergeben sich nur wenige Möglichkeiten zur Wahl anderer Fächer und Kurse, deren Zahl je nach Wahl der Leistungsfachkombination differieren kann.

Fremdsprachen

Am Ende der Stufe 11 entscheidet die/der Schüler/in, welche der beiden (oder mehr) Fremdsprachen sie/er in Stufe 12/13 weiter betreiben will.

Verbindliche Fremdsprache (FS) in diesem Sinne kann jedoch nur eine Sprache sein, die sie/er aus der Sekundarstufe I fortführt.

Wer in der Sek.I keine 2. FS betrieben hat, muss in der Sek.II eine 2. FS ab Beginn des 11. Jahrgangs drei Jahre lang mit jeweils vier Wochenstunden belegen (an der GGO i.d.R Spanisch oder Italienisch). Die beiden letzten Kurse müssen in diesem Falle in die Abiturwertung eingebracht werden.

Wer in der Sek.I eine 2. FS von Jahrgang 7 bis 10 betrieben hat, kann diese FS am Ende der Stufe 10 abschließen, muss dann aber in der Sek.II eine andere FS neu beginnen.

Wochenstunden

Die Anzahl der Wochenstunden für die jeweiligen Fächer variieren wie folgt:

  • Leistungskurse mit 5 Wochenstunden (ggf. + 1 Tutorenstunde) ,
  • Grundkurse in Deutsch und Mathematik mit 4 Wochenstunden,
  • Grundkurse in den Fremdsprachen, in PoWi, Geschichte, Erdkunde sowie den Naturwissenschaften mit 3 Wochenstunden,
  • Grundkurse in Religion oder Ethik sowie Sport mit 2 Wochenstunden,
  • Grundkurse in Musik, Kunst oder Darstellendes Spiel während der Q1/Q2 mit 3 Wochenstunden, danach mit 2 Wochenstunden
  • Wenn Kunst oder Musik 3. (= schriftliches ) Abiturfach sein soll,
    muss zusätzlich noch in der Q3/Q4 Kunst- bzw. Musiktheorie durchgängig mit 1 Wochenstunde belegt werden.
  • Wenn Sport 4. oder 5. Abiturfach sein soll, muss Sport durchgängig mit 3 Wochenstunden belegt werden.

Jede Stunde dauert 45 Minuten. 

Achtung: Der Schulgong ist an der GGO aus pädagogischen Erwägungen abgeschafft worden.

Klausuren

In allen Leistungs- und Grundkursen werden pro Halbjahr zwei Klausuren geschrieben. Dabei kann in den Grundkursen jeweils eine Klausur ersetzt werden durch eine Klausurersatzleistung (z.B. Präsentation, Facharbeit, o.ä.).
In den Leistungskursen ist ein Klausurersatz dagegen jeweils nur einmal während der gesamten Qualifikationsphase möglich.

In den zweistündigen Sportkursen werden statt Klausuren besondere Fachprüfungen mit sportpraktischen und sporttheoretischen Anteilen durchgeführt.

Wiederholung

Beim Übergang von der Qualifikationsphase I (= Jahrgang 12) in die Qualifikationsphase II (= Jahrgang 13) gibt es keine Versetzungsbedingungen zu beachten. Allerdings lassen wir Schüler/innen, die nach der Qualifikationsphase I noch nicht die Bedingungen für die schulische Fachhochschulreife erfüllen, nur in gut begründeten Ausnahmefällen in die Qualifikationsphase II übergehen.

Die/Der Schüler/in kann Kurse einmal wiederholen. I.d.R. heißt das, dass sie/er alle Kurse eines Jahrgangs wiederholen muss.
Wiederholt sie/er Kurse, kann sie/er nur den Wiederholungskurs in die Abiturwertung einbringen!

Eine freiwillige Wiederholung der Stufe 12 oder 13 ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich, wenn die/der Schüler/in, bzw. ihre/seine Eltern dies bis spätestens 6 Wochen vor Schuljahresende schriftlich beim Schulleiter beantragen.
Eine Wiederholung dagegen nicht mehr möglich, wenn die/der Schüler/in bereits vier Jahre in der Oberstufe verbracht hat.
In diesem Fall muss eine weitere Wiederholung beim Staatlichen Schulamt beantragt werden.