Anstehende Abschlussprüfungen machen die allermeisten nervös. Das ist also völlig normal. Gegen diese Nervosität hilft am besten aber ein strukturiertes Vorbereiten. Macht eine Bestandsaufnahme
Macht euch pro Prüfungsfach eine Übersicht mit allen Themen, Unterthemen und Fähigkeiten, die in der jeweiligen Prüfung theoretisch abgefragt werden könnten.
Notiert Euch nun in Stichworten die ganz konkreten Anforderungen auf, die ihr dazu in der Prüfung erwartet.
Z.B. Deutsch – Drama „Faust I“
Anforderungen:
– Textpassage im Kontext des gesamten Stückes einordnen und interpretieren können.
– Kenntnis der Persönlichkeiten der dort handelnden Personen und ihrer Funktion im Stück.
– Kenntnis der gesellschaftspolitischen/psychologischen/philosophischen Haltung, die Goethe vertreten hat.
– Einordnung der Handlung von „Faust I“ in den historischen Kontext der damaligen Zeit.
Vergebt pro Stichpunkt auf dieser Liste eine Zahl zwischen 1-4:
1 – ich werde diese Anforderung zu 0-29 Prozent erfüllen können.
2 – ich werde diese Anforderung zu 30-59 Prozent erfüllen können.
3 – ich werde die Anforderungen zu 60-79 Prozent erfüllen können.
4 – ich werde die Anforderungen zu 80-100 Prozent erfüllen können.
Beginnt beim Lernen mit den Anforderungen aus Kategorie 2 und 1. Erst im Anschluss nehmt Ihr noch Kategorie 3 und Kategorie 4 dazu.
Plant Eure Lernzeiten bis zum Prüfungsdatum
Tragt Euch in einem Kalender für jeden Lerntag bis zum Prüfungsdatum die konkreten Inhalte ein, die Ihr an diesem Tag lernen oder wiederholen möchtet. So behaltet Ihr Euer Zeitmanagement im Blick und merkt frühzeitig, ob Ihr Euer Pensum pro Tag steigern müsst oder gut in der Zeit liegt.
Plant so realistisch wie möglich: Beobachtet Euch selbst, wie viele Stunden am Tag Ihr konzentriert lernen könnt und plant nicht darüber hinaus.
Klärt offene Fragen
Zögert nicht, Eure Mitschüler und Eure Lehrkräfte zu kontaktieren, wenn…
- Ihr merkt, dass Ihr im Lernstoff alleine nicht weiter kommt ODER
- Wenn Euch die konkreten Anforderungen zu einem möglichen Prüfungsthema nicht klar sind.
- Nur auf eine Prüfung, deren Anforderungen Ihr kennt, könnt Ihr Euch gut vorbereiten.
Lernt mit Struktur
Wenn Ihr noch unsicher seid, wie Ihr Euren Lernplan gut alleine durchführen könnt, schaut Euch nochmal in den Tipps zum Lernen zu Hause um oder sucht Euch Hilfe bei Mitschülern.
Genießt die Zeit
Das Abitur ist wichtig. Sich gut auf die Prüfungsinhalte vorzubereiten, ist wichtig. Genauso wichtig ist es aber auch, dass Ihr Euch in diesen Wochen gut selbst im Blick behaltet. Nur ein (einigermaßen) entspannter Prüfling kann sein volles Potenzial nutzen. Stress, Sorgen, Schlafmangel oder körperliche Unausgeglichenheit hemmen nicht nur unsere kognitive Leistungsfähigkeit, sondern machen uns auch unglücklich.
Was Ihr noch tun könnt:
- Ausreichend Schlafen!
- Körperliche Betätigung: Ob gemütlich spazieren gehen oder sich beim Sportprogramm richtig auspowern, körperliche Betätigung hilft, Spannungen und Stress abzubauen und fördert außerdem Eure Konzentrationsleistung beim Lernen.
- Soziale Kontakte: Auch, wenn es in der aktuellen Zeit nicht ganz so einfach ist, seine Freunde und Kontakte regelmäßig zu sehen, nutzt die Kanäle, die Euch zur Verfügung stehen und tauscht Euch regelmäßig mit den Menschen aus, die Euch guttun.
- Spaß im Alltag: Egal, wie viel Ihr lernen müsst, erlaubt Euch nach erreichtem Pensum auch die Dinge im Alltag, die Euch Freude machen, z.B. ein (nicht schulbezogenes) Buch lesen, Musik hören, chatten, spielen, Sport, etc.
- Und das Wichtigste: Erlaubt Euch nach einem Lerntag ganz bewusst, abzuschalten und Eure Gedanken auch wieder auf andere Dinge des Lebens zu richten. Und zwar ganz egal, ob Euer Lernen an diesem Tag erfolgreich war oder nicht. Jeder Tag zählt aufs Neue!
Quelle: https://schulpsychologie.nrw.de/schule-und-corona/abitur/abitur.html (abgerufen: 27. März 2022, 16:07 Uhr)










