Jungforscher der GGO im Erfinderlabor

Stockfoto Reagenzgläser Chemie

Vom 17. bis 21. August forschte Konrad Schulz von der Gesamtschule Gießen-Ost eine Woche lang an der Philipps-Universität Marburg zu aktuellen Fragen der Biotechnologie und Arzneimittelentwicklung.

Können Viren im Kampf gegen gefährliche Bakterien helfen? Wie lassen sich Tumorzellen gezielt angreifen? Lassen sich Wirkstoffe so verpacken, dass sie genau dort wirken, wo sie gebraucht werden? Und können gestresste Stammzellen andere Zellen schützen? Antworten auf diese Fragen präsentierte Konrad Schulz gemeinsam mit acht Schülerinnen und sieben Schülern am 21. August Gästen aus Wissenschaft, Politik, Schule und Wirtschaft, darunter auch der Hessische Kultusminister Armin Schwarz.

Konrad Schulz beschäftigte sich mit dem Einsatz von Phagen als mögliche Alternative zu Antibiotika. Gemeinsam mit seiner Gruppe untersuchte er Bakteriophagen – kleine Viren, die sehr spezifisch Bakterien angreifen. Dazu verdünnte die Gruppe Phagen mehrfach und brachte sie anschließend gemeinsam mit Bakterien auf einen Nährboden. Nach einiger Zeit bildete sich dort eine Art Bakterienteppich, in dem kleine Löcher zu erkennen waren. „Jedes dieser kleinen Löcher wurde durch eine Phage ausgelöst“, erklärte Konrad. So konnte die Gruppe beobachten, wie Phagen Bakterien zerstören.

Erfreut zeigt sich der Fachbereichsleiter MINT der GGO Andreas Gehring über die tollen Forschungsmöglichkeiten, die Konrad geboten wurde: „ Eine Woche außerhalb der Schule forschen zu können ist eine tolle Möglichkeit für engagierte Schülerinnen und Schüler unserer MINT-EC Schule; dafür danke ich dem ZFC sehr“.

Das Zentrum für Chemie (ZFC) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit über 20 Jahren führt das ZFC gemeinsam mit Schulen, Hochschulen, Forschungsinstituten, Unternehmen, Verbänden, Stiftungen und Ministerien MINT-Projekte für Schülerinnen und Schüler im Alter von 8 bis 19 Jahren durch.

Bericht 41. Erfinderlabor – Mit dabei – Konrad Schulz, Gesamtschule Gießen-Ost, Gießen

 

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