Herausragende Präsentation sichert Pia Carlotta Hackstein aus Hessen den Landessieg im „Jugend präsentiert“-Wettbewerb

Dreieich, 27. April 2024: Mit ihrer Präsentation zum Thema „Warum weinen wir?“ bewies Pia Carlotta Hackstein aus der 11e der Gesamtschule Gießen-Ost ihr Präsentationskönnen und holte den ersten Platz beim „Jugend präsentiert“-Länderfinale in Hessen an der Ricarda-Huch-Schule in Dreieich. Der Präsentationswettbewerb kürt jährlich bundesweit die besten naturwissenschaftlich-mathematischen Präsentationen. Mit dem Landessieg qualifiziert sich Pia Carlotta Hackstein für das Bundesfinale, das am 22. September 2024 in Berlin stattfindet. Außerdem gewinnt sie die Teilnahme an der Präsentationsakademie, einem mehrtägigen Präsentationstraining mit professionellen Rhetoriktrainerinnen und -trainern von der Forschungsstelle Präsentationskompetenz der Universität Tübingen. Mit ihr ziehen aus Hessen 24 weitere Schülerinnen und Schüler in das Bundesfinale ein. Insgesamt hatten sich mehr als 8.800 Schülerinnen und Schüler bundesweit und aus deutschen Auslandsschulen am diesjährigen Wettbewerb beteiligt, 500 Schülerinnen und Schüler qualifizierten sich für ein Länderfinale.

Außerdem hielt Dr. Lena M. Seegers vom Women’s Heart Health Center Frankfurt und dem Universitätsklinikum Frankfurt beim Länderfinale in Dreieich eine Keynote zum Thema „Herzinfarkt gendern? – Ein mikroskopischer Blick in die Herzkranzgefäße“, in der sie den Teilnehmenden einen Eindruck ihrer wissenschaftlichen Arbeit vermittelte.

MINT-Themen schlüssig und anschaulich präsentieren

„Die Fähigkeit, komplexe wissenschaftliche Themen in einer Präsentation anschaulich und verständlich zu erklären, ist eine Schlüsselkompetenz, die ‚Jugend präsentiert‘ fördert und Schülerinnen und Schülern so ermöglicht, ihre rhetorischen Fähigkeiten zu verbessern“, sagt Christian Kleinert, der das Projekt leitet. Um ihre Präsentationsfähigkeiten schon zu Beginn des Wettbewerbs auszubauen, bekommen die Schülerinnen und Schüler beim Länderfinale individuelle Coachings von Rhetoriktrainerinnen und -trainern der Universität Tübingen. Die besondere Herausforderung für die Teilnehmenden bestand darin, das selbst gewählte Präsentationsthema in sechs Minuten mit ausschließlich digitalen Medien zu präsentieren.

Für die Qualifikation zum Länderfinale hatten die Schülerinnen und Schüler zunächst ein Video ihrer Präsentation oder ein Erklärvideo eingereicht. Daneben gab es die Möglichkeit, sich über einen Schulwettbewerb zu qualifizieren, den die Schulen individuell durchführen können. Im gesamten Wettbewerb kommt eine Jury zum Einsatz, die aus Rhetoriktrainerinnen und -trainern, Lehrkräften, Alumni des Wettbewerbs sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besteht. Sie bewertet die Präsentationen nach der Art der Darstellung, also etwa dem Einsatz von Körpersprache und Stimme oder ob die Gestaltung der Präsentationsfolien dem Thema und den Adressaten angemessen ist. Zudem ist die sachliche Richtigkeit in der Darstellung des Themas ein wichtiges Kriterium.

Kontakt:

Gesamtschule Gießen-Ost

Frau Anne Bönisch

boenisch@ostschule.de

Jugend präsentiert

Die Bildungsinitiative „Jugend präsentiert“ fördert seit 2011 die Präsentationskompetenz von Schülerinnen und Schülern in den naturwissenschaftlich-mathematischen Fächern. Dabei werden nicht nur Präsentationstechniken vermittelt, sondern auch kommunikative Fähigkeiten und eine frühe Begeisterung für die naturwissenschaftlichen Fächer. „Jugend präsentiert“ wird gefördert von der Klaus Tschira Stiftung, Kooperationspartner ist Wissenschaft im Dialog, Berlin. Am Seminar für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen wurden Unterrichtsmaterialien und Lehrkräftetrainings entwickelt, außerdem wird hier die Wirkung der Initiative wissenschaftlich evaluiert. „Jugend präsentiert“ ruft den  Bundeswettbewerb jährlich aus. www.jugend-praesentiert.de

Der Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940 – 2015) rief 1995 mit privaten Mitteln die Klaus Tschira Stiftung (KTS) ins Leben. Heute gehört die KTS zu den großen Stiftungen Europas. Sie fördert Naturwissenschaften, Mathematik sowie Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Die Unterstützung der Klaus Tschira Stiftung spiegelt sich in den drei Bereichen Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation wider. Besonderen Wert legt sie dabei auf neue Formen der Vermittlung und Einordnung wissenschaftlicher Themen. Die KTS ist bundesweit tätig in Kindertagesstätten, Schulen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und eigenen Instituten. Für die Verwirklichung all dieser Ziele engagieren sich seit mehr als 20 Jahren Menschen innerhalb und außerhalb der Klaus Tschira Stiftung. www.klaus-tschira-stiftung.de
Wissenschaft im Dialog (WiD) möchte bei Menschen aller Altersgruppen und jedes Bildungsstandes Interesse an Forschungsthemen wecken und stärken. Dafür organisiert WiD deutschlandweit Diskussionen, Schulprojekte, Ausstellungen, Wettbewerbe und Online-Portale rund um Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation. Ziel dabei ist, dass sich möglichst viele Menschen an Diskussionen beteiligen – auch über kontroverse Themen der Forschung und über die Bedeutung von Wissenschaft überhaupt. Die gemeinnützige Organisation wurde 1999 auf Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft von deutschen Wissenschaftsorganisationen gegründet. Als Partner kamen Stiftungen hinzu. Maßgeblich unterstützt wird WiD vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. www.wissenschaft-im-dialog.de

Am Seminar für Allgemeine Rhetorik an der Eberhard Karls Universität Tübingen werden Expertinnen und Experten für strategische Kommunikation ausgebildet und rhetorische Phänomene auf wissenschaftlichem Niveau erforscht. Themenschwerpunkte am Seminar für Rhetorik sind unter anderem Argumentationstheorie, rhetorische Psychologie sowie virtuelle und multimediale Rhetorik. www.rhetorik.uni-tuebingen.de

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