Gießen – Sie sind klein, bunt und aus Pappe: Die Bücher der sogenannten cartonera-Verlage, die 2003 in Argentinien entstanden, wurden nun auch in Gießen produziert und sind ab dem 20. Juni für drei Monate in
der Stadtbibliothek zu sehen.
An der Ostschule handelte es sich um ein Kooperationsprojekt mit dem Institut für Romanistik der Justus-Liebig-Universität, bei dem Fantasie, Neugier und die unmittelbare Erfahrung im Mittelpunkt standen:
21 Schüler des Leistungskurses Spanisch von Christiane Neu erfanden unter Anleitung der
Romanistin und Literaturwissenschaftlerin Hanna Nohe und mit Unterstützung zweier
Studierender in einer Doppelstunde zu selbst ausgewählten Bildkarten in kleinen Gruppen
Geschichten und verfassten insgesamt sieben kurze Texte auf Spanisch. Sie reichen von Märchen über Fantasy bis hin zu Horror. Diese Texte bilden die Grundlage des Buchs, das sie in einer weiteren Doppelstunde an der Justus-Liebig-Universität mit der Technik der cartonera-Verlage selbst banden. Das Ergebnis sind zahlreiche
bunte, sehr individuell gestaltete Bücher, die schön anzusehen und auch zu lesen sind. Diese Unikate werden bis 26. September in der Stadtbibliothek zu sehen und anzufassen sein, inklusive einer Dokumentation des
Making-of, das durch das Verwenden gebrauchter Materialien auch Aspekte der Nachhaltigkeit einbezieht, und eines Einblicks in die Handwerkskunst der cartonera-Verlage.
Die Vernissage findet am Samstag, 20. Juni, um 11 Uhr in der
Stadtbibliothek statt. Der Eintritt ist frei.










