{"id":868,"date":"2017-02-07T12:28:48","date_gmt":"2017-02-07T11:28:48","guid":{"rendered":"https:\/\/ostschule.de\/schule\/?p=868"},"modified":"2019-03-25T12:31:16","modified_gmt":"2019-03-25T11:31:16","slug":"lebenslinien-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ostschule.de\/schule\/lebenslinien-2017\/","title":{"rendered":"Lebenslinien 2017"},"content":{"rendered":"<p>GIESSEN. Die Lebenslinie, auch Daumenfurche genannt, ist eine Handlinie. Menschen, die die Handlesekunst beherrschen, sollen aus dieser Linie Informationen ableiten k&ouml;nnen, die &uuml;ber die &bdquo;Qualit&auml;t der Antriebskr&auml;fte und Motivation einer Person&ldquo; Auskunft geben. Das findet heraus, wer das Wort &bdquo;Lebenslinie&ldquo; in die weltweit agierenden Suchmaschinen eingibt. Mit dieser Deutung ist man gar nicht so weit weg von jenem, was an der Gesamtschule Gie&szlig;en-Ost gerade in der f&uuml;nften Auflage betrieben wurde. Dann n&auml;mlich, wenn sich ehemalige Sch&uuml;ler bei der Veranstaltung Lebenslinien&ldquo; treffen, um den aktuellen Sch&uuml;lern ihren (Berufs-)Weg vorzustellen. Denn auch die Ehemaligen geben ja Auskunft &uuml;ber Antriebskr&auml;fte und Motivation, die sie zu dem gemacht haben, das sie sind &ndash; oder auch nicht sind. Nun konnten wieder 700 Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler der Jahrgangsstufen 10 bis 13 unter 35 Referenten zwei ihnen gem&auml;&szlig; erscheinende ausw&auml;hlen, um sie nach deren Kurzvortrag, der manchmal auch etwas l&auml;nger ausfiel, mit Fragen zu bombardieren. Je eine Stunde hatten die Referenten vor ihren Interessenten Zeit, um ihren Weg in den Beruf, ins Studium, ins &bdquo;work and travel&ldquo; nach Australien oder sonst wohin vorzustellen. Oder, wie Schulleiter Dr. Frank Reuber bei seiner launigen Begr&uuml;&szlig;ung der ehemaligen Ostler bei Schnittchen und Kuchen anmerkte: &bdquo;F&uuml;r die Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler beginnt gegen Ende ihrer Zeit hier auch eine Phase der Unsicherheit. Wir wissen, dass es weitergeht. Aber die Sch&uuml;ler m&uuml;ssen das noch erfahren. Und das geht besser, wenn ihnen ehemalige Ostsch&uuml;ler das zeigen. Das ist lockerer als bei Berufs- oder Studienberatungen.&ldquo; Und so machten sich die Apotheker, Lehrer, Mediziner, Verk&auml;ufer, die irgendwann selbstst&auml;ndig gewordenen ehemals Unselbst&auml;ndigen auf den Weg in die Klassenr&auml;ume, um ihre Lebenslinie (mal wieder oder eben zum ersten Mal) zu skizzieren. Der ein oder andere war schon bei der ersten Auflage dieser so naheliegenden wie sinnvollen Veranstaltung dabei, viele der Referenten aber haben gerade erst seit zwei, drei Jahren die Schule verlassen, um ihre Lebenslinie in Angriff zu nehmen.<\/p>\n<p>Auch mancher Dinosaurier<\/p>\n<p>Das kleine Jubil&auml;um, vor zehn Jahren gab es das alle zwei Jahre stattfindende Treffen erstmals, f&uuml;hrte aber auch einmal mehr manchen Dinosaurier an die Schule zur&uuml;ck. Wer irgendwann in den 80ern sein Abi im rotgeklinkerten Ostschulreich baute, der steht als Referent vor den Sch&uuml;lern, als sei er aus der Kreidezeit her&uuml;bergesegelt. Gleichwohl war auch das Interesse an der Oldie-Generation gro&szlig;, Berufsw&uuml;nsche als auch Lebenswege der Altvorderen waren durchaus gefragt beim Ostschul-Nachwuchs. Und wenn man dann dort, zum Beispiel als Sportredakteur sitzt, sich reden h&ouml;rt, seinen Weg beschreibt, in viele interessiert dreinschauende Gesichter blickt und in einige, die eher gelangweilt vor sich hing&auml;hnen, kommt man nebenbei ins Gr&uuml;beln. &Uuml;ber die gr&ouml;&szlig;te Banalit&auml;t &uuml;berhaupt: Kinder, wie die Zeit vergeht. Und man ist auch dankbar f&uuml;r die Zeit, die man an genau dieser Schule verbringen durfte, auch dass man nun vielleicht dem ein oder anderen Nachfolger eine kleine Anregung mit auf den Weg geben kann. Vor allem, wenn eine Lehrerin einem noch steckt: &bdquo;Erz&auml;hlt auch, wenn es mal nicht so rund lief, was nicht geklappt hat, dass eine Lebenslinie durchaus auch ihre Unterbrechungen haben kann, dass das sogar manchmal gut ist.&ldquo; Dann wei&szlig; man, das ist sie immer noch, die gute alte Ost. Mit ihrem Geist, der zu individueller F&ouml;rderung neigt, nicht nur zum funktionalen Mainstream. Der krumme Weg kann zur pr&auml;gnantesten Lebenslinie werden. Oder, wie ein Referent des Abi-Jahrgangs 83 sagte: &bdquo;Es ist doch immer wieder sch&ouml;n, hierherzukommen.&ldquo; Zum Schluss noch ein Handschlag. Da treffen sie sich wieder, die Lebenslinien.<\/p>\n<p>Quelle: Gie&szlig;ener Anzeiger, Autor: R&uuml;diger Dittrich<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>GIESSEN. Die Lebenslinie, auch Daumenfurche genannt, ist eine Handlinie. Menschen, die die Handlesekunst beherrschen, sollen aus dieser Linie Informationen ableiten k\u00f6nnen, die \u00fcber die \u201eQualit\u00e4t der Antriebskr\u00e4fte und Motivation einer Person\u201c Auskunft geben. Das findet heraus, wer das Wort \u201eLebenslinie\u201c in die weltweit agierenden Suchmaschinen eingibt. 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