{"id":3330,"date":"2021-12-07T15:52:39","date_gmt":"2021-12-07T14:52:39","guid":{"rendered":"https:\/\/ostschule.de\/schule\/?p=3330"},"modified":"2021-12-07T15:57:56","modified_gmt":"2021-12-07T14:57:56","slug":"junge-forschende-an-der-ggo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ostschule.de\/schule\/junge-forschende-an-der-ggo\/","title":{"rendered":"Junge Forschende an der GGO"},"content":{"rendered":"<p><b>Gie&szlig;en. Wie k&ouml;nnte nachhaltiger Fu&szlig;ballrasen aussehen? K&ouml;nnen Kastanienschalen ein Ersatz f&uuml;r Kork sein? Und wie gut gelingt es, eigenst&auml;ndig vegane K&auml;sealternativen herzustellen? Mit diesen Fragen besch&auml;ftigten sich Sch&uuml;lerinnen der Gesamtschule Gie&szlig;en-Ost (GGO) und der Liebigschule im Rahmen des Projekts &raquo;Gie&szlig;ener Jugendliche forschen&laquo;.<\/b><\/p>\n<p>Bei der Pr&auml;sentation in der GGO zeigte sich Studiendirektor Andreas Gehring, der gleichzeitig Fachbereichsleiter der MINT-F&auml;cher ist, sehr erfreut &uuml;ber die Ergebnisse der Jungforscher. MINT-F&auml;cher ist eine zusammenfassende Bezeichnung von Unterrichts- und Studienf&auml;chern beziehungsweise Berufen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik &ndash; ganz im Sinne der Wissenschaft. &raquo;Die Projekte sind euch hervorragend gelungen und f&uuml;r jeden von euch gibt es, passend zum Fachbereich MINT, Minzschokolade&laquo;, sagte Gehring im Anschluss an die Pr&auml;sentationen. Die Sch&uuml;lerinnen waren bei ihren Ausarbeitungen nicht allein, ein sogenannter &raquo;Science Coach&laquo; stand ihnen zu Verf&uuml;gung. Die Coaches, Studierende des Fachs Biologiedidaktik an der Justus-Liebig-Universit&auml;t (JLU), hatten das Projekt gemeinsam mit den Sch&uuml;lerinnen initiiert und begleitet. Den Aufschlag machten Caroline Specht und Maite de la Vega aus der Klasse 12i der GGO. Sie untersuchten, inwiefern sich vegane K&auml;sealternativen selbst herstellen lassen und wie ein Auditorium auf die selbst gemachten Sorten im Vergleich zu gekauften Produkten reagieren w&uuml;rde. &raquo;Wir beide ern&auml;hren uns vegetarisch oder vegan. Wir haben uns auf das Thema aufgrund unseres Interesses spezialisiert&laquo;, begannen die Sch&uuml;lerinnen ihre Pr&auml;sentationen. Im Vordergrund der Untersuchungen stand, wie Menschen im Umfeld auf den selbst gemachten Veggie-K&auml;se reagieren w&uuml;rden. &raquo;Wir haben eine Umfrage erstellt, aber das war gar nicht so einfach. Wir haben uns auf einzelne Faktoren beschr&auml;nkt und konnten sogar Herrn Gehring als Versuchsperson gewinnen&laquo;, sagte de la Vega.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-3332\" src=\"https:\/\/ostschule.de\/schule\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/1210289E-B8ED-49D4-BAFA-E221780CD126-1024x817.jpeg\" alt=\"\" width=\"790\" height=\"630\" srcset=\"https:\/\/ostschule.de\/schule\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/1210289E-B8ED-49D4-BAFA-E221780CD126-1024x817.jpeg 1024w, https:\/\/ostschule.de\/schule\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/1210289E-B8ED-49D4-BAFA-E221780CD126-300x239.jpeg 300w, https:\/\/ostschule.de\/schule\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/1210289E-B8ED-49D4-BAFA-E221780CD126-768x613.jpeg 768w, https:\/\/ostschule.de\/schule\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/1210289E-B8ED-49D4-BAFA-E221780CD126-1536x1225.jpeg 1536w, https:\/\/ostschule.de\/schule\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/1210289E-B8ED-49D4-BAFA-E221780CD126-2048x1634.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 790px) 100vw, 790px\"><\/p>\n<p><b>40 Probanden<\/b><\/p>\n<p>Die beiden Jungforscherinnen stellten nach Auswertung ihrer Ergebnisse fest: Ein Gro&szlig;teil der Teilnehmer w&uuml;rde die gekauften Artikel in ihren Alltag integrieren, nicht aber die selbst gemachten: &raquo;Wir hatten 40 Probanden, davon 23 in der Schule&laquo;, unterstrich Specht die Forschungsergebnisse.<\/p>\n<p>Die zweite Gruppe, bestehend aus Sophia Doll aus der Klasse 12g der GGO und Jule Hattig von der Liebigschule, ging der Frage nach, ob Kastanienschalen ein geeigneter Ersatz f&uuml;r Kork sein k&ouml;nnten. &raquo;Kork ist ein umweltfreundliches Material. Es wird als D&auml;mmung, Fu&szlig;boden und Flaschenkorken benutzt, aber es hat einen Nachteil. Der weite Weg bis zu uns&laquo;, res&uuml;mierte Hattig. Gewonnen wird der Rohstoff in Spanien und Portugal, wo sich eine Vielzahl an Korkb&auml;umen befinden. &raquo;Wir haben uns als Vergleich Kastanienschalen angeschaut. Das war eher durch Zufall entstanden&laquo;, f&uuml;hrte Hattig weiter aus. Die beiden Sch&uuml;lerinnen besch&auml;ftigten sich fortan mit der Frage, ob Kastanien ein geeigneter Ersatz f&uuml;r Kork seien oder nicht. Die Ern&uuml;chterung kam jedoch recht schnell. &raquo;Kastanienschalen haben im Gegensatz zu Kork keine Eigenharze, also auch keine Bindung&laquo;, so die Erfahrung der beiden Jungforscherinnen. In einem weiteren Versuch verbanden sie die Schalen mit Kunstharz oder mit Holzleim und testeten dann die F&auml;higkeiten. Zwar stellte sich das Kunstharz schnell als ungeeignet heraus, aber in Verbindung mit dem Holzleim waren &auml;hnliche Eigenschaften wie bei Kork zu erkennen. &raquo;Wir haben die Elastizit&auml;t, die Brennbarkeit und die Wasserabweisung &uuml;berpr&uuml;ft und haben &Auml;hnlichkeiten feststellen k&ouml;nnen&laquo;, sagte Doll.<\/p>\n<p>Den Abschluss machte Romy Theinl mit ihren Untersuchungen zu einem nachhaltigen Fu&szlig;ballrasen. Die passionierte Handballerin ging der Frage auf den Grund, wie die Fu&szlig;ballnation Deutschland einen m&ouml;glichst nachhaltigen Rasen z&uuml;chten k&ouml;nnte. In ihre &Uuml;berlegungen flossen die verschiedensten Aspekte ein, wie sie schilderte. &raquo;Ein robustes und trittfestes Gras ist wichtig. Dazu eine dichte Rasennabe und geringe Wuchsh&ouml;he. Gleichzeitig w&auml;re es ideal, wenn das Gras eine hohe Trockenheitsvertr&auml;glichkeit beinhaltet&laquo;, f&uuml;hrte Theinl aus.<\/p>\n<p><b>Mischung macht&rsquo;s<\/b><\/p>\n<p>Um die Robustheit zu &uuml;berpr&uuml;fen, testete die Sch&uuml;lerin die Regenerationszeit der drei Saatmischungen aus, indem sie 100 Schritte mit einem Stollenschuh &uuml;ber den Rasen lief. Es stellte sich heraus, dass jede Mischung eine eigene Schwachstelle, aber auch St&auml;rke hatte. Schlussendlich entschied sich die Sch&uuml;lerin f&uuml;r eine Mischung aller drei Sorten, die sie ausgew&auml;hlt hatte. &raquo;Langsames Wachstum, dichte Grasnabe, schnelle Regeneration und die Erde bleibt lange feucht. Die Mischung ist ideal f&uuml;r mehr Nachhaltigkeit geeignet&laquo;, res&uuml;mierte Theinl abschlie&szlig;end.<\/p>\n<p>Sowohl Gehring wie auch die dreik&ouml;pfige Jury waren von den Ergebnissen der Jungforscher begeistert und ermutigten die Sch&uuml;lerinnen, ihre Projekte weiter zu verfolgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gie\u00dfen. Wie k\u00f6nnte nachhaltiger Fu\u00dfballrasen aussehen? K\u00f6nnen Kastanienschalen ein Ersatz f\u00fcr Kork sein? Und wie gut gelingt es, eigenst\u00e4ndig vegane K\u00e4sealternativen herzustellen? Mit diesen Fragen besch\u00e4ftigten sich Sch\u00fclerinnen der Gesamtschule Gie\u00dfen-Ost (GGO) und der Liebigschule im Rahmen des Projekts \u00bbGie\u00dfener Jugendliche forschen\u00ab. 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