Weihnachtsgrüße von der Schulseelsorge

Im Rückblick erscheint mir das Jahr 2020 wie ein einziger Advent: voller Erwartung, voller Hoffnung und irgendwie auch getragen von einem beständigen Vertrauen – auf Statistiken, auf wissenschaftliche Ergebnisse, auf politische Entscheidungen.
Und bei allen Schwierigkeiten und Mangeln ist doch erstaunlich viel gelungen, sind Dinge möglich geworden, die vor einem Jahr bestenfalls vorstellbar waren.

Das Vertrauen hat sich dabei als zentral erwiesen. Gerade wenn die Kontakte selten sind und alles auf Distanz bleiben muss, ist es wichtig, einander vertrauen zu können.

Aber das Vertrauen ist auf eine harte Probe gestellt, eben weil so schwer abzusehen ist, was kommen wird, ob das Vertrauen und die Erwartungen gerechtfertigt sein werden. Das liegt in der Natur des
Ganzen. Denn Vertrauen oder Glauben, so hei6t es in der Bibel, ist „die Gestalt der Hoffnung und der Beweis des Unsichtbaren“ (Hebr 11,1). Entscheidend ist also, was wir erhoffen und worauf wir vertrauen.

Das neue Jahr kommt – mit seinen Geheimnissen, dem Erwartbaren und Unerwarteten. Wir gehen darauf zu mit unseren Hoffnungen und können es auch voller Vertrauen. Denn gewiss wird manches anders als gedacht, einiges vielleicht misslingen, aber ganz bestimmt wird vieles gut und sogar besser.

Ein hoffnungsvolles Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr voller Vertrauen wünscht
Volkmar Ortmann, Schulseelsorger